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Photovoltaikanlagen und Investitionsabzugsbetrag

Wie Sie mit dem Investitionsabzugsbetrag und Photovoltaikanlagen Steuern sparen können


Investitionsabzugsbetrag und Photovoltaikanlagen

Photovoltaik

Mit einem Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen auf eine Photovoltaikanlage können Sie Steuern sparen und mit staatlich garantierte Einnahmen rechnen. Das ganze wird auch noch gefördert und Sie tun etwas für die Umwelt. Hier erfahren Sie, wie es geht und worauf Sie achten müssen.

 

Inhalt:

 

Steuertipp: Siehe auch "Steuerliche Behandlung von Photovoltaikanlagen"

 

Steuertipp:

Photovoltaikanlagen

Steuertipp:

Investitionsabzugsbetrag

 

 

Investitionsabzugsbetrag

Für die geplante Investition in eine Photovoltaikanlage können Sie einen Investitionsabzugsbetrag steuermindernd geltend machen und von der Steuer absetzen.

 

Investitionsabzugsbetrag § 7g EStG

Invenstitionsbetrag
Planungsjahr
geplante Anschaffungskosten Euro
Investitionsabzugsbetrag %
Summe der übrigen AbzugsbeträgeEuro

Sonder-Afa
Anschaffungsdatum
tatsächliche Anschaffungskosten Euro
Nutzungsdauer Monate
Sonderafa %

Allgemein
Rechtsform
Kalkulations-Zins %
Veranlagungsart
Erlass Steuerbescheid Monate
Auflösung Rücklagen - Differenzen

Steuerliche Angaben
EinkommenGew.St.
Hebesatz

 

 

Tipp: Die Rendite/ Vorteilhaftigkeit einer Photovoltaikanlage können Sie mit folgendem Rechner einfach & schnell ausrechnen ...

 

Nach § 7g Absatz 1 Satz 1 EStG können Steuerpflichtige unter den Voraussetzungen des § 7g Absatz 1 Satz 2 und 4 EStG für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd abziehen (Investitionsabzugsbetrag). Im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung des begünstigten Wirtschaftsguts ist der für dieses Wirtschaftsgut in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetrag in Höhe von 40 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten gewinnerhöhend hinzuzurechnen; die Hinzurechnung darf den nach § 7g Absatz 1 EStG abgezogenen Betrag nicht übersteigen (§ 7g Absatz 2 Satz 1 EStG). Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts können im Jahr der Investition um bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch um die vorgenommene Hinzurechnung nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG, gewinnmindernd herabgesetzt werden; die Bemessungsgrundlage für die Absetzung für Abnutzung, erhöhte Absetzung und Sonderabschreibung sowie die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Sinne von § 6 Absatz 2 und 2a EStG verringern sich entsprechend.

 

Beispiel:

Investition 2012: 500.000 Euro in eine Photovoltaikanlage (bewegliches Wirtschaftsgut des Anlagevermögens): Investitionsabzugsbetrag 2011: max. 40% also 200.000 Euro, die sich in 2011 durch Verrechnung mit positiven anderer Einkünften steuermindernd auswirken.

In 2012 würde die Rechnung ungefähr so lauten:


Investition  500.000 Euro
Investitionsabzugsbetrag - 200.000 Euro
AfA Bemessungsgrundlage 300.000 Euro
 x 20% Sonder-Afa  60.000 Euro
Lineare AfA: 2% auf 240.000 Euro =  4.800 Euro
(über 20 Jahre)

-> Steuerersparnis im Jahr vor der Investition: 200.000 Euro x ca. 45% Steuersatz = 90.000 Euro

 

Ausführliche Erläuterungen zum IAB:

 

Photovoltaikanlage und Investitionsabzugsbetrag

Die Investition in Photovoltaikanlagen ist durch die steuerliche Förderung mittels Investitionsabzugsbetrags trotz veränderter Einspeisevergütungen immer noch exzellente Möglichkeiten des Vermögensaufbaus. Gern kann ich ihnen in unserem Gespräch auch Musterbeispiele solcher Kalkulationen zeigen. Zudem sind die extrem langen Abschreibungszeiträume (zum Beispiel ca. 20 Jahre bei Photovoltaikanlagen) gut geeignet, die negativen Wirkungen der Verminderung der AfA-Bemessungsgrundlage durch den Investitionsabzugsbetrag "verträglich" zu gestalten. Für Photovoltaikanlagen wird eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von ca. 8,5 % angestrebt.

 

 

Wenn Sie auch Steuern mit dem Investitionsabzugsbetrag sparen und in eine Photovoltaikanlagen investieren möchten, dann schreiben Sie mir eine E-Mail an: Investitionsabzugsbetrag-Photovoltaikanlage@SteuerSchroeder.de

 

Voraussetzung und steuerliche Gestaltung des Investitionsabzugsbetrages für eine Photovoltaikanlage

Gerade bei Freiberuflern erfordert die steuerliche Gestaltung des Investitionsabzugsbetrags natürlich besondere Abstimmung mit dem Steuerberater des Interessenten (ggf. Gründung einer GbR oder GmbH & Co. KG etc.) um keine Infizierung der freiberuflichen Tätigkeit mit der Gewerbesteuer. zu riskieren. Allerdings sind alle Investitionen nur dann sinnvoll, wenn neben der gewünschten steuerlichen Wirkung auch ein vernünftiger und plausibler wirtschaftlicher Hintergrund der Investitionsentscheidungen gegeben ist. Für einige Bereiche der erneuerbaren Energien, insbesondere Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik kann dies bestätigt werden.

 

Um die Voraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrages hinsichtlich Betriebsgröße und Betriebsgewinn nicht zu verletzten, empfiehlt sich die Einrichtung und gewerbliche Anmeldung eines neuen Unternehmens mit dem Zweck der Energieerzeugung (Musterverträge können geliefert werden). Um den Investitionsabzugsbetrag noch im Jahr der Gründung zu nutzen, muss das Unternehmen die Photovoltaikanlage mit der verbindlich bestellen. Der Eigenkapitalbedarf für diese Investitionen beträgt ca. 20% der beabsichtigten Investitionssumme und wird in der Regel durch die steuerlichen Wirkungen des Investitionsabzugsbetrag zunächst kompensiert.

 

Im Folgejahr könnte der selbe Vorgang wiederholt werden, natürlich ebenfalls mit Gründung eines neuen "Unternehmens" um die Beschränkungen des Erlasses nicht zu verletzen.

 

 

Abschreibung (Absetzungen für Abnutzung = AfA) und Sonderabschreibungen auf Photovoltaikanlagen

Absetzungen für Abnutzung (AfA) sind nach § 7 Abs. 1 bis 3 EStG zu gewähren. Dabei ist für Photovoltaikanlagen von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 20 Jahren auszugehen (vgl. lfd. Nr. 3.1.6 der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter vom 15.12.2000, BStBl 2000 I S. 1532).

 

Nichtzulässig sind Absetzungen für Abnutzung nach § 7 Abs. 4 und 5 EStG, erhöhte Absetzungen nach § 7h EStG und die Übertragung von stillen Reserven nach § 6b Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 EStG.

 

Bemessungsgrundlage für die Absetzungen für Abnutzung sind die nachgewiesenen Aufwendungen für die Aufdachanlage oder das Photovoltaikmodul bei dachintegrierten Anlagen. Kann der Steuerpflichtige die Aufwendungen für das Photovoltaikmodul der dachintegrierten Anlage im Einzelfall nicht nachweisen, so habe ich keine Bedenken, bei der erforderlichen Abgrenzung der sowohl auf das Gebäude als auch auf den Gewerbebetrieb entfallenden Aufwendungen, aus Vereinfachungsgründen den auf das Gebäude entfallenden Anteil in Höhe der Kosten für eine Dacheindeckung ohne integrierte Photovoltaikanlage (in Anlehnung an die übrige Dacheindeckung) zu schätzen. Der übersteigende Betrag ist dem Photovoltaikmodul zuzuordnen und stellt die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der AfA dar. Dieser Aufteilungsmaßstab ist auf die durch eine eventuelle Fremdfinanzierung der dachintegrierten Photovoltaikanlage entstehenden Aufwendungen entsprechend anzuwenden.

 

Liegen die Anspruchsvoraussetzungen des § 7g EStG n.F. - insbesondere die verbindliche Bestellung bei Bildung eines Investitionsabzugsbetrages in einem Jahr vor der Betriebseröffnung (vgl. RdNrn. 18, 28 bis 33 des BMF-Schreiben vom 8.5.2009, BStBl 2009 I S. 633) - vor, so kann für die geplante Anschaffung einer Photovoltaikanlage der Investionsabzugsbetrag und nach Anschaffung/Herstellung die Sonderabschreibung in Anspruch genommen werden.

 

Ich weise darauf hin, dass in den Fällen, in denen der selbst erzeugte Strom unmittelbar nach Erzeugung zu privaten Zwecken verbraucht und nur der nicht selbst verbrauchte Strom in das Netz eingespeist wird, Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung regelmäßig nicht zu gewähren sind, weil eine private Nutzung von mehr als 10 % vorliegt (vgl. RdNr. 46 des BMF-Schreibens vom 8.5.2009, a.a.O.).

 

 

-> Siehe auch AfA-Rechner

 

Top Photovoltaikanlagen und Investitionsabzugsbetrag


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